Kampf gegen Kettenbriefe: WhatsApp schränkt Weiterleiten-Funktion ein

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Kettenbriefe sind für den Messenger WhatsApp ein großes Problem. Um den nervigen Rundmails Herr zu werden, schränkt der Dienst nun die Weiterleiten-Funktion ein. Dadurch sollen sich Kettenbriefe, Fake-News und andere negative Nachrichten nicht mehr so schnell verbreiten.

WhatsApp Kettenbriefe schränken Weiterleitung ein

Kettenbriefe sind seit langem ein Problem, dem Nutzer des Messengers WhatsApp ausgesetzt sind. In den letzten Wochen machten unter anderem der vermeintliche Virus „Ute Lehr“ und der Martinelli-Virus die Runde. Vor Weihnachten erhielten viele Nutzer den Weihnachtsmann-Kettenbrief von ihren Kontakten zugeschickt. Durch die schnelle und einfache Weiterleitungsoption lassen sich Kettenbriefe und Rundmails bei WhatsApp besonders schnell verbreiten. Meist steckt keine böse Absicht dahinter. Oft wollen Nutzer ihre Kontakte lediglich vor Gefahren warnen und merken gar nicht, dass sie dadurch Teil des Schneeballsystems werden.

Um den Problemen Herr zu werden schraubt WhatsApp nun an den hauseigenen Funktionen. Dabei wird die „Weiterleiten-Funktion“ eingeschränkt, mit der sich Beiträge besonders leicht mit anderen teilen lassen. Das soll das schnelle und einfache Weitersenden so unattraktiv machen, dass die Verbreitung von Kettenbriefen automatisch eingedämmt wird.

WhatsApp Weiterleitungen nicht mehr attraktiv

Statt wie bisher an zwanzig Kontakte und Gruppen ist die Weiterleitung nun nur noch an bis zu fünf Chats parallel möglich. Darauf weist der Messenger bei Auswahl der Weiterleiten-Funktion auch auf dem Display hin. Der Gedanke hinter der Beschränkung ist, dass Nutzer den Aufwand scheuen, die Nachricht manuell an mehr als fünf Kontakte weiterzuleiten und typische Kettenbriefe dadurch im Keim ersticken. Ob die Idee aufgeht, muss sich jedoch erst zeigen. Ein Schritt in die richtige Richtung ist die Begrenzung jedoch.

Denn nicht immer sind Kettenbriefe und Rundmails so harmlos wie die Wellen der letzten Wochen. Immer wieder nutzen Betrüger die Dynamik der Kettenbriefe, um Schadsoftware zu verteilen, persönliche Daten abzugreifen oder unvorsichtige Nutzer zur Buchung von Abonnements zu verleiten. Möglich macht das auch die einfache Verbreitungsmöglichkeit. Denn viele Nutzer leiten vermeintliche Warnungen, aber auch versprochene Geschenke oder Neuerungen ungeprüft weiter und sorgen damit für die schnelle Verbreitung.