Achtung Betrug: So erkennen Sie die dreiste Telefon Abzocke

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unsplash/Quino Al
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Trotz besserer Verbraucherrechte zocken Telefon-Betrüger immer wieder ahnungslose Kunden ab. Doch meist verraten sich die Betrüger bereits im Gespräch. Denn anhand bestimmter Fragen erkennen Verbraucher, dass Sie in eine Falle gelockt werden sollen. Wer diese kennt, kann sich besser gegen Abzocke schützen.

Vorsicht vor Betrügern und Abzocke am Telefon

Dubiose Anrufe hat wohl jeder schon einmal erlebt. Meinungsumfragen, angebliche Gewinne bei einem Gewinnspiel, Zeitungsabonnements – die Liste ist lang. Trotz verbraucherfreundlicher Regelungen sind diese Anrufe noch immer ein Ärgernis. Nicht selten tappen überrumpelte Verbraucher in die Falle und geben sensible Daten preis oder sagen ja zu einem Abonnement. Doch wie erkennt man Betrüger am Telefon eigentlich und wie kann man sich selbst schützen?

© Creativa – Fotolia.de

Die auf den Schutz vor Werbeanrufen, Spam und ähnliches spezialisierte App Clever Dialer hat ermittelt, mit welchen Sätzen und Fragen sich dubiose Anrufe in der Regel verraten. Wer diese typischen Fragen kennt, soll sich besser vor der Abzocke schützen können, heißt es in einer Mitteilung. Dabei sollten Verbraucher vor allem bei diesen Sätzen aufhorchen:

Können Sie mir bitte Ihre IBAN nennen?

In vielen Fällen versprechen Anrufer einen attraktiven Gewinn oder einen anderen Vorteil. Sobald jedoch die Frage nach der IBAN oder der Bankverbindung erfolgt, sollten Verbraucher hellhörig werden. Denn oft verbergen sich hinter dem vermeintlichen Gewinn ungewollte Zeitungsabos oder andere kostenpflichtige Dienste. Einen tatsächlichen Gewinn gibt es hingegen nicht.

Könnten Sie einmalig 20 Euro überweisen, um Ihren Gewinn zu beanspruchen?

Eine andere Masche, die oft in Verbindung mit einem Gewinnspiel oder einem Lotteriegewinn anzutreffen ist, ist die Frage nach der Vorabüberweisung einer bestimmten Summe. Gern wird das mit Bearbeitungsgebühren oder anderen Kosten begründet, die vor der Gewinnausschüttung bezahlt werden müssen. „Seriöse Anrufer gehen hier diskreter vor“, schreibt Clever Dialer. „Sie informieren über Kosten, ohne Druck auszuüben. Zusätzlich erfolgt der Zahlungsverkehr erst nach schriftlichem Nachrichtenaustausch.“

Könnten Sie mir bitte Ihre Adresse verraten?

Der Anruf verspricht ein verlockendes Angebot. Zum Beispiel einen günstigeren Stromtarif oder ein neues Handy. Dafür werde lediglich die Adresse benötigt, heißt es am Telefon. Doch Vorsicht, wer hier vorschnell die persönlichen Daten preisgibt, landet schnell in der Vertragsfalle. Denn die Daten können dazu missbraucht werden, um ungewollte Verträge abzuschließen. Auch die Weitergabe an Dritte, die diese zu unerwünschten Werbezwecken oder ähnlichen nutzen, kommt häufig vor.

Könnten Sie unserem Boten die Tür öffnen?

Der sogenannte Enkel-Trick kommt in vielfältigen Varianten zum Einsatz. Zum Beispiel, indem der Anrufer vorgibt, ein Verwandter zu sein, der dringend Geld braucht. Andere Betrüger geben sich als Polizisten aus, die Wertgegenstände in Sicherheit bringen müssen. In jedem Fall klingelt kurz darauf ein Bote, der diese entgegennehmen soll. Zum Teil nutzen Betrüger auch Polizei-Kostüme, um den Druck zu erhöhen. In jeden Fall gilt: Fallen Sie nicht auf diese Tricks herein und geben Sie Fremden weder Geld noch Wertgegenstände in die Hand. Lassen Sie sie auch nicht in Ihre Wohnung.

Wie schütze ich mich vor Abzocke am Telefon?

Um sich vor Betrügern am Telefon und Abzocke zu schützen, sollten Verbraucher immer aufmerksam und vorsichtig sein. Auch Anrufern, die vermeintlich von einem Vertragspartner wie dem Handy- oder dem Stromanbieter anrufen, sollte Sie nicht blind vertrauen. Prüfen Sie immer, ob der Anrufer tatsächlich das ist was er vorgibt, bevor Sie persönliche Informationen herausgeben. Das gilt vor allem für Bankverbindungen und Passwörter. Mitarbeiter der Handyanbieter und ähnlicher Firmen fragen am Telefon nie nach dem Passwort. Außerdem helfen diese Tipps:

  • Legen Sie auf, wenn Ihnen das Gespräch seltsam vorkommt
  • Wer nach persönlichen Daten wie der Bankverbindung fragt, obwohl diese für das Versprochene eigentlich nicht notwendig sind, ist potentiell uneriös
  • Führen Sie keine Vorabüberweisungen oder dergleichen aus
  • Brechen Sie das Gespräch ab, wenn ein Bote angekündigt wird
  • Lassen Sie keine fremden Menschen in Ihrer Wohnung und geben Sie keine Wertgegenstände aus der Hand
  • Informieren Sie die Polizeidienststelle vor Ort, sollten Anrufer sich als Polizisten oder ähnliches ausgeben und die Übergabe von Wertgegenständen fordern.

FAQ - Häufige Fragen

Woran erkenne ich Telefon-Betrüger?

Anrufer mit Betrugsabsicht versprechen oft hohe Gewinne, Lotterieausschüttungen und ähnliches. Für die Auszahlung sind jedoch persönliche Daten notwendig. Beispielsweise die Bankverbindung. Werden Sie hier hellhörig. Oft verbergen sich hinter derartigen Anrufen kostenpflichtige Dienste wie Zeitungabonnements und ähnliches.

Wie kann ich mich vor Telefon-Betrügern schützen?

Seien Sie immer aufmerksam, wenn Sie von Unbekannten angerufen werden. Vor allem, wenn diese vollmundige Versprechen tätigen und sensible Daten benötigen. Geben Sie diese nicht einfach aus der Hand und legen Sie im Zweifel einfach auf.

Was machen Betrüger mit meinen Daten?

Sensible Daten wie die Adresse, das Geburtsdatum oder die Bankverbindung können dazu genutzt werden, um ungewollte Verträge abzuschließen. Zum Beispiel Zeitungsabonnements und dergleichen. Zudem können Dritte Ihnen damit ungewollt Werbung zusenden. Vor allem bei der Bankverbindung ist das Missbrauchspotential hoch. Gleiches gilt für Passwörter. Denn echte Mitarbeiter der Handyanbieter und ähnlicher Firmen fragen nie am Telefon nach dem Passwort.

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