Urteil: Kundin muss hohe Rechnung nach Kreuzfahrt nicht zahlen

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unsplash-logoPeter Hansen

Trotz kundenfreundlicher EU-Roamingverordnung bietet das Gesetz noch immer Schlupflöcher. Vor allem auf Flugreisen und Kreuzfahrten kann die mobile Kommunikation teuer werden. Das musste auch eine Kundin von PremiumSIM erfahren, die vor Gericht gegen eine Rechnung von mehr als 800 Euro vorging.

Roaming auf Schiffen und Flügen

Seit 2017 gehören hohe Roamingkosten der Vergangenheit an. Denn seit Juni 2017 roamen die meisten Mobilfunkkunden im EU-Ausland wie daheim. Das heißt, dass der inländische Tarif auch im Ausland gilt und keine Zusatzkosten verursacht. Bereits vor dieser Regelung galten bindende Roaming-Höchstgrenzen. Allerdings gibt es nach wie vor Stolperfallen. Zum Beispiel bei Flügen sowie auf Fähren und Kreuzfahrtschiffen. Denn oft sind auf diese Reisen die Landnetze nicht verfügbar. Stattdessen stehen hier meist nur Satellitennetze zur Verfügung. Diese fallen jedoch nicht unter die EU-Roamingverordnung.

Diese Erfahrung musste auch eine Kundin von PremiumSIM machen, die 2016 einen Tarif mit Allnet-Flat und 3 GB LTE-Datenvolumen für knapp 10 Euro pro Monat gebucht hatte. Im Tarif war ein monatliches Volumen von 1 GB für das EU-Roaming inklusive. Als sie sich im März 2017 auf eine Kreuzfahrt von Kiel nach Norwegen über Dänemark begab, nutzt sie ihr Smartphone auch an Bord. Am nächsten Tag erhielt sie eine SMS von PremiumSIM mit der Bitte um einen Rückruf. Kurz darauf traf eine Email ein, die darüber informierte, dass über den Tarif hohe Kosten angefallen seien. Zudem teilte PremiumSIM