Bahn: WLAN-Internet im ICE mit WIFIonICE kostenlos nutzen

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Bahnkunden haben schon seit vielen Jahren Zugang zu einem Bahn WLAN Hotpsot. Seit Frühjahr 2018 können Fahrgäste in den ICE-Zügen der Deutschen Bahn kostenfrei auf das Internet zugreifen. Dabei setzt das Unternehmen auf eine ausgefeilte Technik und bündelt die drei Mobilfunknetze. Allerdings ist das Datenvolumen in der 2. Klasse begrenzt. Reisende der 1. Klasse können unbegrenzt surfen.

Bahn ICE Züge mit kostenfreiem WLAN

Um Reisende die Fahrt mit den ICE-Zügen angenehmer zu machen, bietet die Deutsche Bahn seit Frühjahr 2018 ein kostenfreies WLAN-Netz in den ICE-Wagen an. Dabei arbeitet das Unternehmen mit dem Partner Icomera zusammen. Das neu verbaute System bündelt die drei Mobilfunknetze Deutschlands und schafft damit ein besonders stabiles Netz. Das heißt, dass das WLAN in den ICE-Zügen auf den drei Mobilfunknetzen (Telekom-Netz, Vodafone-Netz und o2-Netz) basiert. Dadurch gleichen sich die drei Netze bei Schwankungen und Versorgungslücken gegenseitig aus. Das sorgt für weniger abbrechende Verbindungen und eine allgemein stabilere Internetversorgung.

In der 1. und 2. Klasse ist das WLAN in den ICE-Zügen kostenfrei nutzbar. Allerdings schränkt die Deutsche Bahn die Datenmenge in der 2. Klasse ein. Außerdem gibt es weitere Faktoren, die sich negativ auf den Internetempfang auswirken können.

Sichere Internetverbindung in der Bahn

In Punkto Sicherheit setzte die Bahn auf verschiedene Sicherheitstechnologien. Dazu zählt unter anderem die Client Isolation. Dabei wird der Datenzugriff zwischen Geräten im WLAN unterbunden. Damit sei WIFIonICE sichere als WLAN-Zugänge in Cafés und anderen öffentlichen Bereichen, verspricht die Bahn. Allerdings empfiehlt sie dennoch den Zugang via VPN und den ausschließlichen Aufruf von Webseiten mit dem Zusatz „https://“.

WIFIonICE in der 1. und 2. Klasse

In der 1. Klasse können ICE-Reisende das WLAN-Netz komplett kostenfrei und ohne Einschränkungen nutzen. Zwar war das auch schon vor Einführung von WIFIonICE der Fall, nun jedoch können auch 1. Klasse Fahrer auf das verbesserte Netz zugreifen, welches durch die Bündelung der drei Netze entsteht. Reisender der 2. Klasse greifen ebenfalls kostenfrei auf WIFIonICE zu. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Pro Fahrgast und Tag ist die Datenmenge auf 200 MB begrenzt. Das heißt, dass die maximal möglichen Surfgeschwindigkeiten täglich für 200 MB bereitstehen. Anschließend wird die Datenrate gedrosselt.

200 MB pro Tag entsprechen dem Volumen eines durchschnittlichen Mobilfunkvertrages. „Bei 20 Reisetagen steht einem ein Datenvolumen von 4 GB zur Verfügung“, erklärt die Bahn.

Die Deutsche Bahn verspricht jedoch, dass auch nach Einsetzen der Drosselung weiteres Surfen möglich ist. „Die Geschwindigkeit wird nämlich nicht so reduziert, wie man das beispielsweise von Mobilfunkanbietern kennt, sondern genügt dann immer noch für einfache Internetanwendungen“, heißt es. Die Einschränkung in der 2. Klasse erklärt die Deutsche Bahn mit einer fairen Behandlung aller Mitreisenden:

In Bezug auf die Surf-Geschwindigkeit und die Netzabdeckung wird die Internet-Kapazität durch die Verfügbarkeit der Mobilfunkanbieter entlang der Strecke vorgegeben.

Das System in den ICE-Zügen ist fairerweise so ausgestattet, dass allen Reisenden auf ihren Endgeräten im Schnitt die gleiche Geschwindigkeit zur Verfügung steht. Damit alle Kunden in der 2. Klasse vom WLAN profitieren können und nicht nur Einzelpersonen mit Video-Streams die Geschwindigkeit für alle anderen Mitreisenden senken, wird das Datenvolumen nach der Nutzung von 200 MB pro Tag gedrosselt.

Außerdem werden Reisende gebeten, auf datenintensive Internetdienste zu verzichten. Zum Beispiel das Streamen längerer Videos oder die automatische Aktualisierung von Apps und Anwendungen.

So nutzen Sie WIFIonICE

Um WIFIonICE nutzen zu können, sind nur wenige Handgriffe nötig. Dabei sind die Installation einer App oder ein kompliziertes Login nicht notwenig:

  1. Auf Gerät WLAN aktivieren (falls nicht aktiviert).
  2. WLAN-Netzwerk „WIFIonICE“ auswählen.
  3. Auf öffender Login-Seite die Nutzungsbedingungen des Bahn-Partners Icomera akzeptieren.
  4. Bestätigen Sie mit „Jetz online gehen“.

Sollte sich die Login-Seite nicht automatisch öffnen, können Bahnreisende den Browser über die Seite LogIn.WIFIonICE.de“ manuell aufrufen.

WLAN auf Reisen ins Ausland

Das WLAN im Zug steht nicht nur innerhalb Deutschlands zur Verfügung, sondern auch auf Fernreisen. Dabei inkludiert die Deutsche Bahn den kostenfreien WLAN-Zugang auch auf Reisen in die Niederlande und nach Frankreich. Außerdem nach Belgien und Österreich und auf allen Strecken in die Schweiz.

Darüber hinaus können Bahn-Reisende das kostenfreie WLAN in der zwischen Deutschland und Frankreich eingesetzte TGV-Flotte nutzen. Außerdem in den den RailJet-Zügen der ÖBB auf deutschen Streckenabschnitten. Die Bahn verspricht somit auch das Surfen im Internet über die deutsche Grenze hinaus.

Tunnel und andere Einschränkungen

Obwohl die Bahn durch die Bündelung der Netze ein stabiles Netz bereitstellen kann, kann es dennoch zu Problemen kommen. Ein Haupthindernis für eine andauernde WLAN-Versorgung sind Tunnel.

Da in Tunneln meist kein oder nur ein schlechter Kontakt zu den Mobilfunknetzen herrscht, kann es bei Durchfahrt dieser zu Problemen kommen. Zum einen kann die Internetgeschwindigkeit stark einbrechen, zum anderen auch ganz abreißen. Das heißt, dass eine Internetverbindung in Tunneln nur dann möglich ist, wenn WIFIonICE eine Verbindung zum Funknetz herstellen kann.

In Tunneln besteht auch ohne Internet weiterhin Zugriff auf das ICE Portal und maxdome onboard. Deren Inhalte sind lokal an Bord gespeichert auch bei Tunneldurchfahrten ohne Beeinträchtigung verfügbar.

„Ähnlich wie beim Telefonieren oder Surfen über Ihren eigenen Handyvertrag kann der Internetzugang über WLAN nur funktionieren, wenn von außen ausreichende Funkversorgung durch die Mobilfunknetze besteht“, heißt es seitens der Bahn. Dabei ist sich die Deutsche Bahn bewusst, dass die Versorgung zum Teil noch nicht zufriedenstellend ist. An einer Verbesserung der Versorgung wird den Angaben nach gearbeitet.

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