EU-Roaming gilt für weitere zehn Jahre – mit Verbesserungen

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Das EU-Roaming gilt für weitere zehn Jahre und damit bis 2032. Dabei bleibt das bisherige „Roam like at Home“-Prinzip erhalten und soll sogar stellenweise verbessert werden. Zum Beispiel durch eine Garantie auf die heimische Surfgeschwindigkeit.

EU-Roaming bis 2032 verlängert

Seit Juni 2017 gilt für die Mobilfunk-Nutzung innerhalb der EU das „Roam like at Home“-Prinzip. Das heißt, dass europäische Mobilfunkkunden ihren Tarif im EU-Ausland wie Zuhause nutzen können. Die lange Jahre erhobenen Roaming-Gebühren sind seitdem Geschichte. Allerdings gilt das bislang nur bis zum 30. Juni 2022. Danach könnte es durchaus wieder Roamingkosten geben.

Allerdings ist diese Frage nun offenbar vom Tisch. Denn der Indus­trie­aus­schuss des EU-Parla­ments hat sich auf eine Verlängerung verständigt und dem EU-Roaming in seiner jetzigen Form eine Gültigkeit von weiteren zehn Jahren spendiert. Gleichzeitig gibt es einige Änderungen, die Verbraucher noch stärker vor Kostenfallen und unnötigen Mehrkosten schütze sollen. Dem Entwurf müssen nun das EU-Parlament und der EU-Rat zustimmen.

Mehr Schutz vor Kostenfallen im Ausland

Ein wichtiger Punkt der Anpassungen ist ein Zusicherung der heimischen Surfgeschwindigkeit. Das heißt, dass Kunden im Reiseland genauso schnell surfen können wie daheim. Auch die Herabstufung auf 3G, obwohl Zuhause LTE oder 5G nutzbar sind, ist damit nicht mehr zulässig. Allerdings schränkt der Entwurf diese Zusicherungen auch ein. Denn sie sind nur dann umzusetzen, wenn das EU-Land über die gleiche technische Infrastruktur verfügt wie das Heimatland. Sprich, wenn es noch kein flächendeckendes 5G gibt, dann haben Kunden auch keinen Anspruch auf 5G im Urlaubsland.

Hinzukommen Anpassungen bei den Großhandelspreisen für Datenvolumina. Diese sind bereits jetzt gedeckelt und sinken kontinuierlich. Bis 2025 könnte es hier eine Festlegung auf maximal 60 Cent pro Gigabyte geben (aktuell 3,57 Euro). Das hätte Auswirkungen auf das Datenvolumen, welches Kunden im Rahmen der Fair-Use-Policy im Ausland nutzen können. Neu ist weiterhin eine Warn-Auflage für die Mobilfunkanbieter, die in Zukunft informieren müssen, sobald im EU-Ausland hohe Kosten anfallen. Zum Beispiel, wenn sich ein Kunde nahe der Schweiz oder Monaco aufhält und (ggf. unbemerkt) außerhalb des EU-Tarifs telefoniert, simst oder surft. Darunter fallen auch Fähren, Kreuzfahrtschiffe und Flugzeuge, bei denen oft teure Satellitennetze gelten, die zur Kostenfallen werden können. 

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