freenet Funk: EU-Roaming nun doch ohne 30-Tage-Regel

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freenet Funk ist von der Bundesnetzagentur dazu aufgefordert worden, das EU-Roaming gemäß den allgemein gültigen Vorgaben der EU Kommission anzupassen. Denn in den Augen der Aufsichtsbehörde entspricht die 30-Tage-Grenze, die der Anbieter bislang pro Jahr festlegte, nicht den für alle Anbieter gültigen Regeln.

freenet Funk und das EU-Roaming

Anfang August startet freenet Funk das EU-Roaming. Bis dahin war der Tarif lediglich innerhalb Deutschlands nutzbar und nicht für die Verwendung im Ausland vorgesehen. Das änderte sich vor wenigen Wochen, allerdings nicht für alle Dienste gleichermaßen. So stellte der Anbieter lediglich die Datennutzung im EU-Ausland bereit. Die Telefonie oder das Senden von SMS waren nicht möglich. Außerdem beschränkte der Discounter das EU-Datenroaming auf 1 GB pro Tag und 30 Tage pro Jahr.

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Bereits zum Start der Auslandsfreischaltung spekulierten wir, dass freenet Funk hier wohl bald nachbessern muss. Denn die Handhabung des Anbieters entsprach nicht dem von der EU vorgeschriebenen Roam-like-at-home-Prinzips. Dieses sieht vor, dass Mobilfunkunternehmen, die das EU-Roaming anbieten, die Tarife im EU-Ausland wie im Inland zur Verfügung stellen müssen. Das passierte bei freenet Funk nicht. Zwar konnten Kunden im Ausland die mobilen Daten nahezu wie daheim nutzen, nicht jedoch die Sprach- und SMS-Flat. Das stieß offenbar auch der Bundesnetzagentur sauer auf, die dem Vorgehen nun teilweise einen Riegel vorschob.

EU-Roaming nun nach EU-Vorgabe

Wie Teltarif berichtet, gab die Aufsichtsbehörde auf Nachfrage an, den Sachverhalt geprüft und zum Teil beanstandet zu haben:

Eine pauschale Begren­zung der Nutzung im Euro­päi­schen Wirt­schafts­raum auf eine bestimmte Anzahl von Tagen (hier 30 Tage) sehen weder die Roaming-Verord­nung noch die damit einher­ge­hende Durch­füh­rungs-Verord­nung zur Anwen­dung einer ange­mes­senen Nutzungs­grenze vor.

Konkret heißt das, dass freenet Funk die Nutzung nicht auf eine bestimmte Anzahl an Tagen pro Jahr begrenzen darf. Das führte dazu, dass sich dieser Passus im Kleingedruckten bereits nicht mehr findet. Stattdessen weist der Anbieter nun darauf hin, dass im EU-Ausland generell 1 GB pro Tag zur Verfügung steht. Die Begrenzung auf 30 Tage wurde entfernt. Allerdings betrifft das nur die Datennutzung, die nun ohne Tageslimit möglich ist. Die Telefonie und SMS sind weiterhin außerhalb Deutschlands gesperrt. Hier versteht sich freenet Funk weiterhin als nationales Angebot.

1 GB pro Tag im EU-Ausland

Den Angaben nach hat die Bundesnetzagentur freenet Funk zur Einhaltung der EU-Vorgaben aufgefordert. Darauf entfernte der Anbieter den 30-Tage-Passus. Allerdings eigenen Verlautbarungen nach nicht aufgrund der Rüge, sondern auf Basis der „Erkennt­nisse aus dem Nutzungs­ver­halten in den letzten Wochen“. Gegen die 1 GB pro Tag Regelung hatte die Aufsichtsbehörde im Gegenzug nichts einzuwenden. Diese sei „inso­weit verord­nungs­kon­form, als dass bei Berech­nung des minimal zur Verfü­gung zu stel­lenden Daten­roa­ming­vo­lu­mens von einem inlän­di­schen Endkun­den­ge­samt­preis pro Abrech­nungs­zeit­raum von 0,99 Euro (brutto) auszu­gehen“ sei.

Was nun allerdings mit der nach wie vor nicht verfügbaren Telefonie- und SMS-Funktion wird, die gemäß Roam-like-at-home-Prinzip ebenfalls im EU-Ausland zur Verfügung stehen müsste, bleibt abzuwarten. Bislang hat sich die Bundesnetzagentur nur gegen die 30-Tage-Regel ausgesprochen.

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