Was ist eine eSIM? Die neue embedded SIM-Karte einfach erklärt

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In den vergangenen Jahren hat sich das SIM-Karten-Format immer wieder verändert. Mit der eSIM wird künftig keine physische Handykarte für Smartphones, Tablets und Smartwatches mehr benötigt. Doch wie funktioniert eine embedded SIM genau und was sind die Vorteile bzw. Nachteile einer eSIM?

Was ist eine eSIM und wie funktioniert sie?

Als eSIM bzw. embedded SIM (zu deutsch eingebettet oder integriert) bezeichnet man eine SIM-Karte die in einem Gerät fest verbaut ist. Die eSIM nutzt die gleichen Spezifikationen wie herkömmliche SIM-Karten. Nach und nach soll die embedded SIM die bisherigen Plastik-SIM-Karten ersetzen. Während diese für viele Mobilfunkkunden noch Neuland ist, hat sich diese bereits seit Jahren im Bereich der Bereich der Machine-to-Machine-Internetanbindung bewährt.

Die Simkarte ist als kleiner Chip in Smartphones, Tablets, Smartwatches oder anderen Wearables verbaut. Im Gegensatz zu einer physische SIM-Karte muss diese nicht ausgetauscht werden. Zudem entfällt das mühselige Einlegen und komplizierte Ausbrechen der Plastikkarte.

Wie entstand die eSIM?

Im Laufe der Zeit hat sich das SIM-Karten-Format immer wieder verändert. Um Platz zu sparen sind die SIM-Karten immer kleiner geworden. Die erste SIM-Karte war 1991 die Full-Size-SIM bzw. Standard-SIM, diese hat das Format einer Scheckkarte. Es folgte Ende der 1990-er die Mini-SIM mit 25 Millimetern Länge, 12 Millimetern Breite und 0,76 Millimetern Dicke. Einige Jahre später folgte die Micro-SIM mit einer Länge von 15 Millimetern und einer Breite von 12 Millimetern. Die Mirco-SIM kam 2010 erstmals im iPad von Apple zum Einsatz. Apple war mit dem iPhone 5 außerdem Vorreiter der Nano-SIM, diese war mit einer Länge von 12,3 Millimetern und einer Breite von 8,8 Millimetern nochmals 40 Prozent kleiner. Die letzten drei SIM-Karten-Formate werden i.d. regel als 3-in-1-SIM-Karte bzw. Kombi-SIM angeboten.

Wie aktiviert man eine eSIM?

Um die Sim zu aktivieren bieten Mobilfunkanbieter und Hersteller verschiedene Möglichkeiten. Die Aktivierung kann durch den Scan eines QR-Codes vom Mobilfunkanbieter erfolgen. Außerdem ist die Freischaltung via Anbieter App sowie durch manuelle Eingabe möglich.

So scannt man den QR-Code?

  1. Im Apple-Gerät „Einstellungen“ > „Mobiles Netz“ (iPhone) bzw. „Mobile Daten“ (iPad) auswählen.
  2. „Mobilfunktarif hinzufügen“ anklicken.
  3. Bereitgestellten QR Code des Mobilfunkanbieters scannen.
  4. Ggf. Bestätigungscode des Anbieters eingeben.

Wie funktioniert es über die App des Anbieters?

  1. Im App Store bzw. Google Play Store App des Mobilfunkanbieters laden.
  2. Per App den gewünschten Handtarif buchen.

Wie gibt man die Tarif-Infos manuell ein?

  • Im Apple-Gerät Einstellungen“ > „Mobiles Netz“ (iPhone) bzw. „Mobile Daten“ (iPad) auswählen.
  • Schaltfläche „Informationen manuell eingeben“ antippen und Tarifdaten manuell eingeben.

Welche Mobilfunkanbieter bieten eine eSIM?

Aktuell gibt es erst wenige Mobilfunkanbieter mit einer eSIM. Mit den neuen iPhones im Jahr 2018 haben zunächst die Netzbetreiber Telekom und Vodafone sowie der Provider mobilcom-debitel diese ins Angebot aufgenommen. Bei Mobilfunkdiscountern wie z.B. Aldi-Talk, Blau, congstar oder otelo wird die eSIM bislang größtenteils nicht unterstützt.

  • Telekom (Vertrags- und Prepaid-Kunden)
  • congstar (Vertragskunden)
  • klarmobil (Vertragskunden)
  • Vodafone (Vertragskunden)
  • o2 (Vertragskunden)
  • mobilcom-debitel (Vertragskunden)
  • Ay Yildiz und Blau (Vertragskunden)
  • Truphone
  • Drillisch (Vertragskunden)
  • 1&1 (o2-Netz, Vertragskunden)
  • Simquadrat

Was kostet eine eSIM?

Die Nutzung einer solchen Simkarte ist generell kostenlos, da diese bereits im Gerät fest verbaut ist. Allerdings können Kosten anfallen, wenn der Mobilfunkkunde von seiner bisherigen Hauptkarte zu einer eSIM wechselt. Die Preise für diese Umstellung legen die Mobilfunkanbieter selbst fest. Für Neukunden und im Zuge einer Vertragsverlängerung ist die embedded Sim i.d. Regel kostenlos. Bei einem Wechsel bzw. Umstellung ist derzeit mit folgenden Preisen zu rechnen:

eSIM-Profile lassen sich im Telekom-Netz sich nur einmalig aktivieren. Für ein neues Profil z.B. bei einem Gerätewechsel muss ein neues Profil angelegt. Dies ist evtl. mit neuen Kosten (mobilcom-debitel) verbunden.

Welchen Vor- und Nachteile einer eSIM gibt es?

Die Nutzung einer eSIM bringt für Mobilfunkkunden einige Vorteile mit sich. Allerdings birgt die technische Neuerung auch einige Nachteile. Wir informieren über Vor- und Nachteile.

Welche Vorteile hat eine eSIM?

  • Leichter Anbieterwechsel: Der Handytarif lässt sich einfach per QR-Code anpassen. Außerdem ist keine Wartezeit auf eine SIM-Karte erforderlich.
  • Flexible Auslandstarife: Außerhalb der EU können lokale Handytarife schnell und einfach gebucht werden. Die Handynutzung wird durch den Wegfall der Roaming-Gebühren günstiger.
  • SIM-Karten-Tausch: Der Tausch einer SIM-Karte ist beim Handywechsel nicht mehr notwendig. Zum Austausch genügt der Scan eines Codes.
  • Widerstandsfähigkeit: Ein Schaden bzw. Defekt ist nahezu ausgeschlossen. Zudem sind Geräte durch den fehlenden SIM-Karten-Slot weniger anfällig für eindringendes Wasser.
  • Müll: Kein unnötiger Plastik- und Papiermüll durch Versand und Nutzung

Welche Nachteile hat sie?

  • Verfügbarkeit: Freischaltung von allen Mobilfunkdiscountern noch nicht möglich. Verbraucher sind bis dahin in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt.
  • Dual-SIM-Funktion: Ausschließlich mit der eSIM lassen sich derzeit parallel nicht zwei Tarife nutzen. Es wird weiterhin ein Dual-SIM-Handy mit eSIM und SIM-Karten-Slot benötigt.
  • Tarifabsprachen & Honorar: Hersteller vermarkten Tarife direkt im Smartphone. Tarifabsprachen sind zwischen Netzbetreiber und Hersteller sind möglich. Shops, Filialen oder Vergleichsportale erhalten u.U. kein Honorar für die Vermittlung und Beratung.
  • Datenschutz: Die eSIM ist immer online und beinhaltet viele persönlichen Daten. Daher ist sie ein attraktives Angriffsziel für Datendiebe.

Welche Geräte mit eSIM-Unterstützung gibt es?

Mit dem Verkaufsstart der neuen iPhones ist die Liste der eSIM-Geräte gewachsen. Neben Apple bieten auch Samsung und Google erste Geräte mit einer solchen an. Nach und nach sollen weitere Hersteller folgen. Wann der endgültige Durchbruch der eSIM für den Massenmarkt erfolgt, ist derzeit nicht absehbar. Aktuell wird diese von folgenden Handy und Tablets unterstützt:

  • iPhone XS (Max)
  • iPhone XR
  • Apple Watch Series 3
  • Apple Watch Series 4
  • Samsung Galaxy Watch
  • Google Pixel 3
  • Google Pixel 3 XL

FAQ

Was ist eine eSIM?

Bei einer eSIM handelt es sich um einen fest verbauten Chip im Handy, Tablet oder der Smartwatch. Auf diesen werden die Simkarten-Daten gespeichert. Der Einsatz einer physischen Simkarte entfällt.

Welche Anbieter bieten eine eSIM?

Die eSIM ist bei Telekom, Vodafone und o2 erhältlich. Aber auch bei Discountern gibt es bereits Anbieter mit eSIM. Zum Beispiel klarmobil, congstar, Blau, Ay Yildiz und simquadrat.

Was ist für eine eSIM notwendig?

Um die eSIM nutzen zu können, ist ein eSIM-fähiges Endgerät notwendig. Außerdem ein Anbieter, der die digitale Simkarte unterstützt. Einen besonderen Tarife benötigen Kunden in der Regel nicht. Allerdings gibt es die eSIM vorerst mehrheitlich in den Vertragstarifen.

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