Welcher Handytarif / Handyvertrag passt zu mir? Richtigen Tarif finden

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Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen neuen Tarif abzuschließen, steht oft vor der Frage, welcher Tarif der richtige ist. Dabei spielen vor allem die individuelle Nutzung, die persönlichen Bedürfnisse und die Wünsche des Nutzers eine Rolle. Allerdings ist die Wahl eines passenden Tarifs kein Hexenwerk. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den passenden Handytarif finden.

Welcher Tarif passt zu mir?

Bei Abschluss eines neuen Handyvertrags fragen sich viele Kunden, welches Tarif-Angebot eigentlich das passende bzw. richtige ist. Der Tarifdschungel ist groß und nicht immer leicht zu durchschauen. Hinzukommen neue Features, Optionen und Pakete, die bspw. ein besseres Surferlebnis versprechen.

Dabei ist die Wahl des passenden Tarifs gar nicht so kompliziert. Es sind lediglich ein paar Überlegungen notwendig, um den für den individuellen Bedarf passenden Tarif zu finden. Im Rahmen einer Bedarfsanalyse wie diese auch in den Handyläden durchgeführt wird können Verbraucher schnell und einfach selbst ermitteln, welche Handytarife in Frage kommen. Dadurch vermeiden Nutzer einerseits das Buchen zu teure Tarife, andererseits aber auch die Wahl zu kleiner Inhalte.

Handytarif Bedarfsanlayse in 5 Schritten

Wer nicht genau weiß, welchen Tarif er benötigt, sollte eine Bedarfsanalyse durchführen. Dieses Mittel wenden oft auch die Berater in den Handyläden an, um zu ermitteln, welcher Tarif für den Kunden geeignet ist. Allerdings muss man dafür kein Mobilfunkexperte sein. Auch Laien können eine Bedarfsanalyse durchführen und dadurch einen Überblick über ihre Nutzung, Wünsche und Bedürfnisse erhalten.

Dabei lässt sich eine solche Analyse in 5 Schritten durchgeführt werden. Nur so lässt sich der individuell beste Handytarif ermitteln. Am einfachsten geht das, indem einfache Fragen zur Nutzung und zum Bedarf beantwortet werden. Ganz wichtig ist jedoch: Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Zwar sind kleinere Tarife in der Regel günstiger, führen jedoch schnell zu Frust, wenn der Bedarf eigentlich deutlich höher liegt. Wer sich und seine Wünsche nicht einschränken oder von Drosselungen und Co. limitiert werden möchte, sollte sich deshalb nicht belügen.

1. Wie viel telefoniere und simse ich im Monat?

Als erstes sollten sich Mobilfunknutzer fragen, wie Ihre mobile Kommunikation pro Monat aussieht. Telefonieren Sie viel oder nur gelegentlich? Querbeet in alle Netze oder nur zu bestimmten Kontakten? Schränken sie sich derzeit ein, weil ihr Tarif nicht mehr zulässt oder fühlen Sie sich mit Ihrer derzeitigen Nutzung wohl?

Obwohl Allnet-Flats zur unbegrenzten Telefonie mittlerweile Standard sind, gibt es noch immer zahlreiche Tarife mit Minutenpaketen. Wer kaum telefoniert kann zudem auf Basis-Tarife mit Minutenabrechnung zugreifen. Zur Orientierung gilt:

  • wer sehr wenig oder nur im Notfall telefoniert benötigt in der Regel kein spezielles Minutenpaket und kann bspw. klassische 9-Cent-Tarife wählen
  • wer eher wenig telefoniert und am Telefon nur das wichtigste klärt, ohne lange auszuschweifen, kommt oft mit einem Minuten- oder Einheitenpaket gut zurecht. Hier sollten je nach tatsächlicher Nutzung Pakete mit 100 bis 300 Minuten bzw. Einheiten gewählt werden
  • Quasselstrippen, die oft, lang und ausdauernd telefonieren, sollten zu einem Tarif mit Allnet-Flat greifen. Neben Allnet-Flats mit Laufzeitvertrag gibt es auch günstige Prepaid Allnet-Tarife.

In einigen Tarifen sind zudem sogenannte Community-Flats enthalten oder für kleines Geld zubuchbar. Das ist vor allem für Nutzer interessant, deren Kontakte beim gleichen Anbieter unter Vertrag stehen. Dadurch können Nutzer auch ohne Allnet-Flat kostenfrei miteinander telefonieren und müssen oft keinen teuren Tarif buchen.

Ähnliches gilt natürlich auch für die Nutzung von SMS. Obwohl WhatsApp und Co. die klassische SMS immer mehr verdrängen, nutzen diese viele Kunden noch immer. Viele Anbieter, die eine Sprachflat bereitstellen, bieten gleichzeitig auch eine SMS-Flat an. Wer sowohl moderat telefoniert als auch simst ist bspw. mit einem Einheiten-Paket gut bedient. In diesen können die enthaltenen Einheiten individuell für Gesprächsminuten und SMS genutzt werden.

2. Wie viel Datenvolumen benötige ich?

Die gleiche Frage wie bei der Telefonie und den SMS sollten sich Kunden auch bei der Nutzung des mobilen Datenvolumens stellen. Auch diese Antwort ist entscheidend, wenn es darum geht, einen passenden Tarif zu wählen.

Da dieses Thema ebenfalls sehr komplex ist, haben wir die wichtigsten Überlegungen sowie Tipps zu den idealen Datenmengen in dem separatem Artikel „Wie viel Datenvolmen brauche ich?“ zusammengefasst Wer sich unsicher ist, wie viel Volumen er benötigt, sollte also an dieser Stelle einmal quer lesen.

3. Welches Netz möchte ich nutzen?

Bei der Frage nach dem richtigen Netz bzw. besten Handynetz spielt vor allem die regionale Verfügbarkeit eine Rolle. Obwohl die drei deutschen Handynetze der Telekom, Vodafone und Telefónica (o2) mittlerweile gut ausgebaut sind, gibt es regional noch immer weiße Flecken. Deshalb sollten Sie sich überlegen, ob sie bereits mit einem Netz gute Erfahrungen gemacht haben oder ob Ihnen bekannt ist, dass ein Netz in Ihrer Region Probleme macht. Auch die Nachfrage nach den Erfahrungen bei Freunden und Bekannten kann helfen.

Gut zu wissen:
Alle deutschen Marken greifen auf eines der drei deutschen Netze Telekom, Vodafone und Telefónica (o2) zu. Das heißt, dass auch Marken wie congstar, Aldi Talk und klarmobil in diesen Netzen realisiert werden. Mehr als diese drei Netze gibt es hierzulande nicht.

Allgemein gilt: In den Städten und Ballungsgebieten gibt es mit allen drei Handynetzen meist keine größeren Probleme. Auf dem Land sollten Verbraucher etwas genauer hinsehen – zumindest dann, wenn diese noch keine eigenen Erfahrungen mit dem gewünschten Netz gemacht haben. Generell ist das Telekom-Netz am besten ausgebaut, dahinter folgt das Vodafone-Netz und an dritter Stelle das o2-Netz.

4. Welche Laufzeit soll der Tarif haben? Vertrag oder Prepaid?

Für viele Nutzer stellt sich bei der Tarifwahl die Frage Prepaid-Tarif oder Handyvertrag? Mittlerweile müssen sich Mobilfunkkunden nicht mehr 24 Monate an eine lange Laufzeit binden. Viele Anbieter haben auch Tarife mit einer kürzeren Bindung im Sortiment. Dabei sind Tarife mit einem Monat Laufzeit besonders häufig zu finden. Wer sich also nicht zwei Jahre binden möchte, sollte zu einer kürzeren Laufzeit greifen.

Allerdings ist die Buchung eines Laufzeitvertrages für einen guten Tarif oft gar nicht mehr notwendig. Auch im Prepaid-Bereich gibt es mittlerweile zahlreiche attraktive Smartphone-Tarife. Oft mit Allnet-Flat, hohen Datenmengen, LTE und Co. Aufpassen sollten Interessenten jedoch bei der Gültigkeit. Viele Anbieter bieten Prepaid-Tarife nur noch mit 4 Wochen Gültigkeit an. Das heißt, die Tarife sind 28 Tage nutzbar und keinen vollen Monat. Dadurch müssen Prepaid-Kunden rechnerisch 13 statt 12 Monaten pro Jahr bezahlen.

5. Drosselung, Datenautomatik, Zero Rating, Unlimited-Flat?

Mit die wichtigstes Entscheidung hat der Kunde beim Datenverbrauch zu treffen. Denn in der Regelwird die Surfgeschwindigkeit nach Erreichen der Volumengrenze auf GPRS-Niveau gedrosselt. In einigen Tarifen kommt jedoch auch eine Datenautomatik zum Einsatz. Zum Beispiel bei den Drillisch-Marken. Hier werden bis zu dreimal pro Abrechnungsmonat weitere Datenmengen automatisch zugebucht – und das meist kostenpflichtig. Das hat den Vorteil, dass weiterhin mit Highspeed gesurft werden kann, ist jedoch auch ein zusätzlicher Kostenfaktor, der einen günstigen Tarif deutlich verteuern kann. Wer das nicht möchte, sollte einen Tarif ohne Datenautomatik buchen oder diese im Nachgang deaktivieren lassen (bei vielen Drillisch-Marken möglich).

Inzwischen können sich Mobilfunkkunden auch für erste Unlimited Handytarife entscheiden. D.h. hierzulande kann ein Nutzer ohne Datenlimit und maximaler Geschwindigkeit im Internet surfen. Im EU-Ausland gilt allerdings eine Fair-Use-Policy.

Zero-Rating und moderate Drosselung

Außerdem verfügen viele Telekom Handytarife und Vodafone Tarife jeweils über eine Zero-Rating-Option, mit der zahlreiche Partnerinhalte ohne Verbrauch des mobilen Datenvolumens gestreamt werden können. Bei Vodafone heißt das Angebot Vodafone Pass, bei der Telekom StreamOn.

In seinen o2 Free Tarifen nutzt der Netzbetreiber Telefonica ein anderes Konzept. Hier sind keine Inhalte vom Datenverbrauch ausgeschlossen, die Drosselung fällt mit 1 Mbit/s jedoch moderat aus. Dadurch sind auch nach Einsetzen der Drosselung weiterhin Datendienste möglich, ohne dass die Einschränkungen zu stark spürbar sind.

Das heißt, dass Kunden, die einen hohen Datenverbrauch haben oder oft Netflix, Spotify und Co. nutzen, auch über einen solchen Tarif nachdenken sollten, da mit den Zero-Rating-Optionen oder der Free-Option auch kleine Tarife möglich sind, die dennoch das nahezu unbegrenzte Streamen erlauben.

Passenden Handytarif auswählen

Verbraucher, die die Fragen ehrlich beantwortet haben, haben nun eine gute Vorstellung davon, wie ihre Nutzung aussieht. Wer bereits weiß, dass sich sein Bedarf künftig ändern wird – etwa weil mehr gestreamt werden soll – kann dies ebenfalls einkalkulieren.

Anhand der Ergebnisse können Kunden nun bereits einen Großteil der Tarife ausschließen, weil diese nicht zum persönlichen Bedarf passen. Die Auswahl möglicher Tarife wird eigeschränkt und die Tarifwahl erleichtert. Dadurch können Kunden gezielt nach Angeboten suchen, die dem persönlichen Bedarf entsprechen.

Günstige Handytarife im Überblick
Um bei der Entscheidungsfindung zu helfen, haben wir jeweils eine Übersicht an günstigen D1-Handytarifen, Vodafone D2-Tarifen und billigen o2 Tarifen zusammengestellt.

Wer trotzdem keinen passenden Tarif findet, setzt meist den akzeptablen Preis zu niedrig an. Hier sollten Kunden entweder ihren Bedarf an das gewünschte Preisniveau anpassen oder akzeptieren, dass ihr Wunschtarif nicht günstiger erhältlich ist. Vor allem ein hoher Datenbedarf schlägt sich derzeit in höheren Monatspreisen nieder.

Smartphone zum Handytarif ja oder nein?

Wer vor allem auf der Suche nach einem günstigen Tarif ist, sollte sein Smartphone separat erwerben. Handytarife mit Smartphone sind in der Regel deutlich teurer als SIM-Only-Tarife. Außerdem zahlen Kunden für die Kombi aus Smartphone und Tarif oft deutlich mehr als wenn beide Produkte separat gekauft werden. Bei speziellen Handy-Angeboten lässt sich allerdings weiterhin Geld sparen.

Ein weiterer Punkt ist die individuelle Zusammenstellung der Kombi. Wer Tarif und Gerät separat erwirbt, kann sich die gewünschte Kombination individuell zusammenstellen und ist nicht auf vorgefertigte Handy-Bundles der Anbieter angewiesen. Außerdem können dadurch auch nach einiger Zeit schneller und gezielter Änderungen vorgenommen werden. Also z.B. ein neues Smartphone erworben oder ein anderer Tarif gebucht werden.

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