Telefónica-Netz: o2 und E-Plus Netzabdeckung und LTE Verfügbarkeit

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Durch einen Zusammenschluss der Mobilfunknetze von o2 und E-Plus entstand das gemeinsame Telefónica-Netz. Seit 2014 arbeitet Telefónica an der Migration der beiden Netze und hat seitdem viele Meilensteine erreicht. Doch wie gut ist die Netzqualität des gemeinsamen Netzes seit der Fusion tatsächlich? Und wie sieht die Prognose für den Abschluss der Integration aus?

Telefónica-Netz = o2 + E-Plus Netz

Bis vor einigen Jahren wurde der deutsche Mobilfunkmarkt von den Netzbetreibern Telekom, Vodafone, o2 und E-Plus dominiert. Dadurch hatten Mobilfunkkunden die Möglichkeit, eines dieser vier Netze zu wählen. Seit 2014 besteht der Mobilfunkmarkt hierzulande nur noch aus drei Netzen der Telekom, Vodafone und Telefónica.

Dabei wird das Telefónica-Netz aus den ehemaligen Mobilfunknetzen von E-Plus und o2 gebildet. Das gemeinsame Netz ist aus dem Zusammenschluss der beiden Netze zum 1. Oktober 2014 entstanden. Zum damaligen Zeitpunkt hatte Telefónica Deutschland, der Konzern hinter o2, die ehemalige KPN-Marke E-Plus übernommen. Dadurch wird das Telefónica-Netz seit einiger Zeit zusammen mit dem E-Plus Netz im Telefónica-Netzverbund umgesetzt. Durch den Zusammenschluss der beiden Mobilfunknetze entstand der größte Mobilfunkanbieter in Deutschland.

Netzzusammenführung in mehreren Schritten

Natürlich konnte Telefónica beide Netze nicht mit einem mal zusammenführen. Stattdessen geht die Zusammenlegung seit einigen Jahren schrittweise voran und führte über mehrere Etappen. Mittlerweile sind die Arbeiten fast abgeschlossen. In den letzten Jahren sind das E-Plus- und o2-Netz immer stärker zusammengewachsen.

National Roaming als Meilenstein

Einer der wichtigsten Meilensteine war der Beginn des National Roamings im Mai 2015. Dadurch konnten Nutzer beider Netze auf das UMTS-Netz des jeweils anderen Netzes zugreifen. Im Januar 2016 begann dann der tatsächliche Zusammenschluss in Form der Netzintegration. Seitdem arbeitet Telefónica daran, dass E-Plus-Netz in das o2-Netz zu integrieren. Ebenfalls 2016 nahm Telefónica die Überführung aller ehemaliger E-Plus-Kunden in die Systeme von o2 vor und schloss die Maßnahme im Jahr darauf ab.

Im Herbst 2017 wurde die Trennung zwischen o2 und E-Plus schließlich aufgehoben. Das heißt, dass Kunden der beiden Netze seitdem als Nutzer eines Anbieters behandelt wurden. Bis Ende 2018 will Telefónica die Netzintegration vollständig abschließen. Bereits jetzt erinnert nichts mehr an E-Plus oder BASE.

Netzintegration zwischen o2 und E-Plus

Nach der Übernahme von E-Plus zum 1. Oktober 2014 hat Telefónica begonnen, das E-Plus-Netz in das o2-Netz zu integrieren. Dabei wurden verschiedene Schritte unternommen und die Integration nach und nach vorangetrieben. Die wichtigsten Meilensteine der letzten Jahre waren:

Mai 2015

National Roaming im UMTS-Netz beginnt

Ende Mai 2015

Die BASE-Shops werden zu o2-Shops umgebrandet – BASE wird eine reine Onlinemarke

Januar 2016

Die Netzintegration zwischen o2 und E-Plus beginnt

Februar 2016

E-Plus- und BASE-Tarife werden zu o2 migriert

März 2016

Telefónica hebt die Trennung zwischen o2 und E-Plus auf

Frühjahr 2016

National Roaming auch im LTE- und GSM-Netz

März 2017

Die Migration aller E-Plus-Kunden zu o2 wird abgeschlossen

August 2017

Das gemeinsame Netz erhält eine einheitliche Netzkennung

Februar 2018

Telefónica-Kunden erhalten Zugriff auf VoLTE und VoWiFi

Abgabe von Netzkapazitäten an Drillisch

Um die Übernahme von E-Plus vollziehen zu können, musste Telefónica 20 Prozent der Netzkapazitäten an einen Wettbewerber abgeben. Den Zuschlag für diesen Deal erhielt das Mobilfunkunternehmen Drillisch, inklusive der Option, den Anteil auf bis zu 30 Prozent zu steigern. Seitdem ist auch Drillisch ein maßgeblicher Anbieter im gemeinsamen Netz von Telefónica.

Ausblick zur Netzintegration und Prognose

Bis Ende 2018 soll die Netzintegration abgeschlossen werden. Dabei hat Telefónica die Arbeiten in einigen Regionen bereits final beendet. Zum Beispiel in der bayerischen Landeshauptstadt München und in Teilen Süddeutschlands. Nach Ende der Maßnahmen werden Telefónica- und o2-Kunden vom modernsten Netz Deutschlands profitieren, verspricht der Netzbetreiber. Außerdem von einem verbesserten Netzerlebnis.

Ab 2019 sollen schließlich abschließenden Maßnahmen folgen. Dazu zählen unter anderem der Rückbau von Sendeanlagen, die nach dem Zusammenschluss doppelt besetzt und daher unnötig sind. In Summe sollen nach Abschluss der Integration 25.000 moderne Sendemasten für ein optimales Netz sorgen. Telefónica verspricht sich dann auch wieder bessere Ergebnisse bei den einschlägigen Netztests.

Netzabdeckung 4G, 3G, 2G und LTE

Durch den Zusammenschluss der beiden Netze haben Telefónica-Kunden den Vorteil, dass sie auf die Möglichkeiten zweier Netze zugreifen. Das hat sich zum Start der Integration durch das National Roaming bemerkbar gemacht. Der weitere Werdegang hat nicht nur die Trennung zwischen o2 und E-Plus aufgehoben, sondern macht aus zwei Netzes eines. In Zukunft profitieren alle Kunden der Telefónica-Marken o2, Blau, Aldi Talk und Co. vom gemeinsamen Netz.

Dabei können sich Interessenten vorab über eine Verfügbarkeitsprüfung darüber informieren, wie das Telefónica-Netz vor Ort ausgebaut ist. Die Prüfung der Netzabdeckung ist vor allem dann wichtig, wenn das Telefónica-Netz vorrangig an einem Ort genutzt werden soll. Aber auch so gibt die Überprüfung einen Ausblick, mit welchen Geschwindigkeiten und Verfügbarkeiten gerechnet werden muss. Denn mit der Verfügbarkeitsprüfung lassen sich die Ausbaustadien von 2G, 3G und 4G (LTE) ermitteln. Außerdem zeigt das System die Basisstationen in der Nähe an. Darüber hinaus können auch aktuelle Störungen und Einschränkungen ermittelt werden.

Unter dem Zusammenschluss der Netze von o2 und E-Plus litt in den ersten Jahren die Netzqualität, was sich in den Netztests renommierte Magazine wie Connect, Chip und ComputerBild wiederspiegelte. Mittlerweile hat Telefónica die meisten Probleme gelöst und das gemeinsame Netz befindet sich auf einem guten Weg. Ob es in der nächsten Zeit zum besten Mobilfunknetz wächst, bleibt abzuwarten.

National Roaming im o2- und E-Plus-Netz

Das National Roaming gehörte zu den wichtigsten Schritten der Netzintegration zwischen o2 und E-Plus. Dabei hob Telefónica die Trennung zwischen den Netzen de Facto auf und gewährte o2 Zugriff auf das E-Plus-Netz und E-Plus Zugriff auf das o2-Netz. Das fand immer dann statt, wenn das eigene Netz nicht in ausreichender Qualität zur Verfügung stand, das andere jedoch genügend Leistung bot.

Vereinfacht gesagt hieß das:

  • Wies das o2-Netz lediglich 2G-Abdeckung, das E-Plus-Netz jedoch 3G (oder später LTE) auf, konnten o2-Kunden automatisch das bessere E-Plus-Netz nutzen
  • Umgekehrt war dies natürlich auch bei E-Plus-Kunden im o2-Netz der Fall

Das National Roaming stand Anfangs nur für die UMTS-Netze zur Verfügung. Später auch für das 2G- und LTE-Netz. Selbst tätig werden mussten Kunden nicht, sie erhielten das National Roaming automatisch nach einem Geräteneustart. Außerdem bot Telefónica das National Roaming für alle Marken an. Darunter auch Discounter wie Blau oder Aldi Talk.

Das „+“ im Display

Erkennbar war das National Roaming an einem zusätzlichen „+“ im Display. Das heißt, o2-Kunden, die sich im Rahmen des National Roamings im Netz von E-Plus bewegten, erkannten die an der Anzeige „o2.de+“. Analog dazu erhielten E-Plus- bzw. BASE-Kunden die Anzeige „Base.de+“, wenn sie im o2-Netz agierten.

Allerdings waren die Anzeigen nicht immer genau oder korrekt. So wurde Base-Nutzer häufig dauerhaft die Roaming-Kennung angezeigt – auch dann, wenn gerade gar kein Zugriff auf das o2-Netz stattfand. Problematischer war es für Kunden von Drillisch und anderer Provider. Hier fehlte die Anzeige zum Teil ganz oder wisch von „o2.de+“ und „Base.de+“ ab.

Probleme durch National Roaming

Bei weniger bekannten Handy- und Smartphonemodellen, vor allem aus dem asiatischen Raum, sorget das National Roaming sogar für Probleme. Hier war zum Teil die Aktivierung des Auslandsroaming notwendig, um in Deutschland das National Roaming nutzen zu können.

Mittlerweile ist das National Roaming kaum noch verbreitet. Stattdessen greifen viele Telefónica-Kunden bereits auf ein teilintegriertes oder – in einigen Regionen – vollintegriertes Telefónica-Netz zu. Dadurch sind auch die „+“-Netzangaben in den Displays verschwunden.

Handytarife im Telefónica-Netz

Im Telefónica-Netz agieren zahlreiche Anbieter. Dazu zählen nicht nur die Telefónica-Fokusmarken o2 und Blau, sondern auch Aldi Talk und die zahlreichen Drillisch-Marken. Dabei ist vor allem das o2 Free Angebot interessant. Statt einer Drosselung auf wenige Kbit/s oder einer Datenautomatik kommt in den o2 Handytarifen eine moderate Drosselung auf 1 Mbit/s zum Einsatz. Dadurch lassen sich zahlreiche Dienste und Service, zum Beispiel das Streaming, auch nach Verbrauch des Datenvolumens bequem weiter nutzen. Bei den Drillisch-Marken, die ebenfalls mehrheitlich im o2-Netz von Telefónica agieren, ist eher eine Datenautomatik üblich.

Neben o2, Blau und Aldi Talk bieten unter anderem diese Anbieter Tarife im gemeinsamen Netz von Telefónica an. Zum Teil agieren die Anbieter vollständig im o2-Netz, bei anderen ist nur ein Teil des Angebots im Netz von o2 erhältlich. Durch das große Angebot gibt es eine Vielzahl von günstigen Tarifen im Telefónica-Netz.

Anbieter im o2-Netz

o2

Fonic

netzclub

1&1

BILDconnect

Ay Yildiz

Tchibo mobil

yourfone

DeutschlandSIM

maXXim

bigSIM

McSIM

Galeria Mobil

smartmobil

simply

Tarifhaus

PremiumSIM

freenetmobile

helloMobil

nettoKOM

Ortel Mobil

simfinity

Web.de

GMX

WhatsApp SIM

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